Bürgerinitiative

Erdkabel

Innerstetal und Umgebung

Spendenkonto:

Kontoinhaber: LBU

Kontonummer: 587273300

Bankleitzahl:      25010030

Verwendungszweck: ERDKABEL

 

Willkommen auf unserer Seite.

 

Am 27.08.2010 endete die Frist, bis zu der jede Bürgerin und jeder Bürger eine Stellungnahme zum Raumordnungsverfahren abgeben konnte.

Im Bereich unserer Bürgerinitiative sind fast 2.200 Stellungnahmen direkt in den Gemeinden Holle und Baddeckenstedt

Abgegeben worden.

Damit haben wir unser Ziel um mehr als 100% überschritten.

 

Wir danken allen, die so unermüdlich in Sillium, Holle, Luttrum, Hohenassel, Nordassel und Burgdorf an den Türen geklingelt, auf den Märkten gestanden und Menschen angesprochen haben.

 

Ganz besonderer Dank geht noch einmal an Christian Pisculla von cleverprinting.braunschweig, der uns durch großzügige Spenden und das Layout unseres Flyers, bzw. der Großplakate dafür fantastische Arbeitsmittel an die Hand gegeben hat.

 

Wir danken auch den PolitikerInnen, die immer wieder Anläufe machen, die gesetzlichen Grundlagen für eine Erdverkabelung der Leitung zu verbessern.

Dies waren jüngst sämtliche Fraktionen des niedersächsischen Landtags, die einen entsprechenden Entschließungsantrag an den Bund vorbereiten.

 

Auch unsere Arbeit geht weiter.

 

Wir halten Sie und Euch auf unserer Homepage auf dem Laufenden.

 

Wer in unseren BI-Verteiler aufgenommen werden möchte, sende uns bitte eine Mail an 380kV-erdkabel@gmx.de

 

 

 

Themenübersicht:

 

 

 

1. Die Trasse kommt –

    Worum es geht….

 

Trassenverlauf

 

->

http://www.holle.de/media/custom/1740_2917_1.PDF?1281690003

Infobroschüre ->

http://www.holle.de/media/custom/1740_2911_1.PDF?1280475008

 

2. Über uns

 

 

 

3. Veranstaltungen

Bericht

 

Treckerkorso

Fahrraddemo

Sternmarsch

 

- Luttrum –

- Hohenassel –

- Westerlinde -

 

Samstag 21.08.

 

 

Bericht

NDR Magazin hier

->

http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/freileitung102.html

Bilder hier ->

http://www.vonvahl.de

Sachbericht siehe unten (S. 3)

 

Heinz Heusmann: „Wir sind auch Kunden!“

 

Ursula Ernst (MdL): „Wir brauchen die Hochspannungsgleichstromübertragung.“ Sie kündigt eine Gesetzesinitiative des Landes Niedersachsen zur Änderung des EnLAG an.

 

Brigitte Pothmer(MdB): Freileitungen verzögern den Netzausbau. Bürger werden bewusst provoziert.

 

Krause: Das EnLAG wollten die großen Energiekonzerne. Fazit: Wir kaufen unseren Strom woanders!

4. Chronik des Widerstandes

 

 

 

5. Unsere

Stellungnahme in Kurzform

 

(folgt)

 

 

 

6. Direktvergleich von Übertragungstechniken

 

Download

 

->

http://www.vorsicht-hochspannung.com/erdleitung/080915_technikvergleich.pdf

 

7.Brauchen wir überhaupt neue Leitungen?

Beitrag

daserste- plusminus“

 

->

http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,kgqfg0gbxeefu351~cm.asp

 

 

 

 

 

 

1. Die Trasse kommt – worum es geht…

 

 

 

380kV –Megamasten am Rand unserer Dörfer?

Wir fordern:

Wenn, dann ab in die Erde!

 

 

Die e.on – Netz – Nachfolgerin transpower schlägt in ihrem Antrag vor, am Rande unserer

Dörfer die Höchstspannungsfreileitungstrasse von Wahle nach Mecklar zu bauen.

 

Transpower empfiehlt unter den 5 Trassenvarianten die Variante 2. Diese führt direkt an unseren Dörfern vorbei.                             

Lesse, Berel und/oder Burgdorf, Nordassel, Hohenassel, Luttrum, Wartjenstedt, Binder, Grasdorf,

Holle und Sillium wären direkt betroffen.

Im ROV kann aber auch die Entscheidung für eine andere Variante fallen.

So tangiert z.B. die Ostvariante 5 Ringelheim, Haverlah, Steinlah, Groß und Klein Elbe sowie Salzgitter.

 

Eine Erdverkabelung der Leitung ist an keiner Stelle vorgesehen.

 

Es droht eine gigantische Landschafts- und Umweltzerstörung

mit bis zu 70 Meter hohen Masten im Abstand von 200 bis 350 Metern.

 

 

 

Das wollen wir nicht hinnehmen.

 

Wir bitten deshalb auch Sie um Ihre Stellungnahme.

 

Wir bitten: tragen Sie unser Anliegen weiter, machen Sie Freunde und Bekannte darauf aufmerksam.

 

Und wir bitten Sie: Kommen Sie zu unseren Protestveranstaltungen.


Die Abgabefrist für die Stellungnahme in der Gemeinde Holle ist der 27.08.2010.
In der Gemeinde Baddeckenstedt gilt der 16.08., in der Stadt Salzgitter der 23.08.2010.

Eine Stellungnahme ist auch online möglich unter http://www.rov-wahle-mecklar.de.

Dort erhalten Sie auch Informationen über das Raumordnungsverfahren, die Antragsunterlagen

der transpower und Karten mit genauem Streckenverlauf.

Wir raten aber in jedem Fall zur schriftlichen Stellungnahme.
Sie können die dazu notwendigen Informationen sowie einen Vorschlagstext entweder aus unserem

Dokument kopieren (Text am Ende), oder wir schicken Ihnen auf Anfrage eine pdf oder Worddatei zu.

Kontakt: 380kV-erdkabel@gmx.de

Weitere Informationen erhalten Sie auch unter www.380kv-Holle.de.


Bitte beachten Sie unbedingt: Am besten ist es, Sie erstellen Ihre Stellungnahme individuell,

gern auch, aber nicht nur nach Anregungen aus unserem Vorschlagtext.

Wenn Sie unseren Vordruck verwenden, ergänzen Sie bitte unbedingt in den dafür vorgesehenen
Zeilen (Rückseite des Vordruckes) die Begründung Ihres Einspruches mit individuell für Sie geltenden Argumenten.

 

Beispiele:

- psychische Beeinträchtigungen

- Einschränkungen durch Herzschrittmacher

- Konkrete Wertminderung Ihres Hauses

Weitere Informationen s.a.

- www.380kv-holle.de

- www.bi-megamasten.de

- www.vorsicht-hochspannung.com

 

 

1.Über uns

 

Bürgerinitiative Erdkabel

Innerstetal und Umgebung

 

 

 

 

 

 

 

 

KONTAKT: 380kV-erdkabel@gmx.de

 

Mitglied im Landesverband

Bürgerinitiativen Umweltschutz

 

Spendenkonto:

Kontoinhaber: LBU

Kontonummer: 587273300

Bankleitzahl:      25010030

Verwendungszweck: ERDKABEL

 

Wir sind eine überparteiliche Bürgerinitiative in der Region Baddeckenstedt, Holle und Burgdorf.
Seit 3 Jahren leisten wir Widerstand gegen die geplante Höchstspannungsfreileitung am Rand unserer Dörfer.


Gemeinsam mit allen Bürgerinitiativen an den Vorzugs- oder den Alternativtrassen fordern wir eine
lückenlose Erdverkabelung der Leitung von den geplanten Windkraftanlagen in der Nordsee, den neun geplanten
Kohlekraftwerken im Norden und den Verteilstationen in Süddeutschland.

 

Wir haben schon viel erreicht.
So wurde unter dem Druck der Bürgerinitiativen und 40.000 Unterschriften für eine Erdverkabelung der Leitung,
im Herbst 2008 das niedersächsische Erdkabelgesetz verabschiedet.

Genützt hat dies in unserer Region wenig.

Denn die auf Druck des Bundeswirtschaftsministeriums erfolgte Verabschiedung des Energieleitungsausbaugesetzes im Mai 2009 hat viele zwingende Bedingungen, die wenigstens zum Teil zur Erdverlegung der Leitung geführt hätten, außer Kraft gesetzt.
Mit dem vorliegenden Antrag der transpower (e.on – Netz – Nachfolgerin mit Sitz in Bayreuth) droht nun am Rand unserer Dörfer eine gigantische Landschafts- und Umweltzerstörung mit unabschätzbaren gesundheitlichen Risiken für die Bevölkerung:

eine Freileitung mit bis zu 70 Meter hohen Masten im Abstand von 200 bis 350 Metern. Darum:

 

 

Widerstand ist notwendiger denn je.

Was können Sie tun?

- Schreiben Sie eine Stellungnahme im laufenden Raumordnungsverfahren, möglichst individuell verfasst.
- Kommen Sie zu unseren Veranstaltungen.
- Zeigen Sie, durch Ihre Anwesenheit bei Demonstrationen und Veranstaltungen, durch Plakate und Transparente:

Wir lassen uns diese

unsinnige Umwelt- und Landschaftszerstörung nicht gefallen!

Es gibt Alternativen, vor allem mit der Hochspannungsgleichstromübertragung, einen Vergleich können Sie hier downloaden ->

http://www.vorsicht-hochspannung.com/erdleitung/hgue/HGUE_170907.pdf

 

 

Alternativen gibt es auch bei der Wahl Ihres Stromversorgers (vgl. http://www.verifox.de).

Denn die e.on unterstützt wie alle großen Energieversorger mit Ihrer Unternehmenspolitik diese Planungen.

Setzen Sie sich mit uns für ein Umdenken in der Energieversorgung und dem Energietransport!

V.i.S.d.P.: BI Erdkabel/Innerstetal und Umgebung, Heike Krause, Holle
Kontakt: 380kV-erdkabel@gmx.de

 

3. Veranstaltungen

 

21.08.:

 

Das war der

Treckerkorso

Mit Fahrraddemo und Sternmarsch

 

 

 

14.00 Uhr

Luttrum:

Auftaktveranstaltung

Begrüßung durch BM Klaus Huchthausen,

Statements von Reinhard Schaare, Landwirt

 

 

 

14.30 Uhr

Von Luttrum

nach Hohenassel:

Treckerkorso und Fahrraddemo

67 Gespanne zum Teil vollbesetzt

150 Radfahrer

150 Menschen in PKWs hinter den Treckern

           

 

14.45 Uhr

Hohenassel und Westerlinde:

„Spaziergang“ nach Hohenassel

Treffpunkt Westerlinde: Bachstr./ Wiesenweg: 60 Personen

Treffpunkt Hohenassel: Mittelstr./Um die Woot: 50 Personen

 

15.15 Uhr

Hohenassel:

300 m hinter dem Ortsausgang

Richtung Westerlinde,

Kundgebung in Hohenassel

Mehr als 600 Menschen kommen zusammen.

 

Begrüßung durch BM Heinz Heusmann

Ein kämpferischer, in der Sache klarer  Auftakt. Heusmann fordert Erdkabel zur Beschleunigung des Netzausbaus, hinterfragt aber auch die Notwendigkeit der Trasse. Und „Wir sind auch Kunden.“ Damit spricht direkt die Unternehmenspolitik der e.on an.

 

Ursula Ernst, Mitglied des Landtages:

„Wir brauchen die Höchstspannungsgleichstromübertragung für den beschleunigten Netzausbau.“ Sie kündigt eine Initiative des Landes Niedersachsen zur Änderung des Energieleitungsausbaugesetzes an.

In ähnlicher Weise äußert sich Herr Osterhelweg.

Auch von den Kreislandwirten gibt es ein klares Votum: Freileitungen sind Steinzeittechnik und gehören nicht in die Landschaft.

 

Brigitte Pothmer, MdB, hinterfragt die Strategie, die hinter der Freileitungsplanung steht. Sie sagt: Der Netzbetreiber provoziere bewusst den Widerstand der Bevölkerung, um den Netzausbau zu verzögern und die Einspeisung regenerativer Energien zu verzögern.

 

Heike Krause (BI Innerstetal und Umgebung) warnt, sich nicht von den Energieriesen für die Verzögerung des Netzausbaus missbrauchen zu lassen und fordert, den Spieß umzudrehen:

„Wenn Ihr uns – nicht nur hier – einen solchen Mist in die Landschaft setzen lasst, dann kaufen wir unseren Strom woanders.“

 

 

  17.00 Uhr

Luttrum:

Abschließend: Gespräche am Grill

 

Wir sind uns einig:

Das war eine gelungene Veranstaltung.

Und: Wir kämpfen weiter!

 

Ideen kommen auf: wie wäre es , die Gemeinden Holle und Baddeckenstedt zur mastenfreien – oder sogar e.on –freien – Zone zu erklären?

 

Bürgerinitiative Erdkabel,

Innerstetal und Umgebung

www.380-kv.de

Spendenkonto:

Kontoinhaber: LBU / Kontonummer: 587273300

Bankleitzahl:  25010030 / Verwendungszweck: ERDKABEL

MEGASTROMMASTEN? Nicht mit uns!
380kV – Ab in die Erde!

 

 

 

4. Chronik des Widerstandes

 

 

Februar 2007: e.on’s Pläne zum Bau einer neuen 380Kilovolt-Höchstspannungsleitung von Wahle bei Peine bis Mecklar in Nordhessen werden bekannt. Die Trasse soll als Freileitung mit 50 bis 70 Meter hohen Masten überwiegend entlang der Autobahn 7 verlaufen

(sog „Vorzugstrasse“).

Die Bürgermeister der betroffenen Kommunen protestieren und fordern eine Erdverkabelung.

 

März/April 2007: Als erste Bürgerinitiative gründet sich „Der Ambergau wehrt sich“. Begleitet von einer ausführlichen Presseberichtserstattung werden Unterschriften gesammelt und Protestaktionen organisiert.

 

Im Verlauf des Frühjahrs 2007 entstehen weitere Bürgerinitiativen entlang der Vorzugs- und der möglichen Alternativtrassen bis hinunter nach Northeim und vereinbaren eine intensive Zusammenarbeit unter dem Motto: „Saubere Energie muss auch sauber transportiert werden – wir fordern Erdkabel!“

Auch viele Ortsräte verabschieden Protestresolutionen.

 

Mai 2007: als erster Erfolg der Proteste wird die Höchstspannungsleitung aus dem Landesraumordnungsprogramm herausgenommen. Damit wird ein reguläres Raumordnungsverfahren einschließlich Umweltverträglichkeitsprüfung und Beteiligung von Kommunen und Verbänden erforderlich.

 

Mai 2007: Gründung von Bürgerinitiativen im Raum Holle und Baddeckenstedt, die sich später mit den Initiativen aus Burgdorf zur BI „380kV-Erdkabel Innerstetal und Umgebung“ zusammenschließen. In Sillium, Nordassel und später auch in Burgdorf werden Informationsveranstaltungen organisiert und Unterschriften gesammelt.

 

Mai/Juni 2007: Aufgrund der heftigen Proteste müssen sich neben der niedersächsischen Landesregierung auch Bundesumweltminister Gabriel und die e.on in den Konflikt um die Freileitung einschalten. Die Bürgerinitiativen fordern eine Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes, durch die eine Erdverkabelung überhaupt erst möglich würde.

 

2. Oktober 2007: Die BI Innerstetal und Umgebung organisiert in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Holle eine Podiumsdiskussion mit Landtags- und Bundestagsabgeordneten aus der Region. PolitikerInnen aller anwesenden Parteien wollen sich – sicher auch im Hinblick auf die bevorstehende Landtagswahl – für Erdverkabelung einsetzen.

 

6. Oktober 2007: Beginn des Raumordnungsverfahrens mit der Antragskonferenz, in der die Prüfaufgaben der e.on – Netz- GmbH im sog. Untersuchungsrahmen festgelegt werden. Der Antrag für einen erst dann feststehenden Trassenverlauf wird für den Herbst 2008 erwartet.

 

November 2007: VertreterInnen der Bürgerinitiativen übergeben dem niedersächsischen Umweltausschuss 40.000 Protestunterschriften, mit denen eine Erdverlegung gefordert wird.

 

Herbst 2008: unter dem Druck der Proteste verabschiedet der Landtag das niedersächsische Erdkabelgesetz. Darin wird in Landschaftsschutzgebieten und bei einem Abstand von weniger als 400 m zu Wohngebieten eine Erdverkabelung festgeschrieben.

 

April 2008: Aktion „Die Trasse kommt – hier“! Und zwar als Freileitung.

Zur Aufklärung gegen eine Presseberichterstattung, in der das niedersächsische Erdkabelgesetz Hoffnungsträger wird für eine wahrscheinliche Erdverlegung der Leitung, steckt die BI in Burgdorf, Baddeckenstedt, Holle und Sillium des zu erwartenden Verlauf der Freileitung mit Flatterband-Fähnchen und Plakaten ab.

 

April 2008: Bürgerinitiativen aus Thüringen, Westfalen, Niedersachsen, Hessen und Brandenburg wenden sich in einer bundesweiten Petition an den Bundestag und fordern Gesetzesvorlagen für einen menschen- und umweltgerechten Netzausbau.

 

Mai und Juni 2009: Auf Betreiben des Wirtschaftsministeriums wird der Entwurf zum „Energieleitungsausbaugesetz“ (EnLAG) vorgelegt (siehe aktuelle Gesetze…Politik) und passiert den Bundestag.

 

August 2009: Der Wirtschaftsausschuss des Bundesrates empfiehlt dem Bundesrat, alle Erdkabeloptionen im EnLAG zu streichen. Begründung u.a.: Erdkabel hätten eklatante Nachteile für die Umwelt und seien von der Bevölkerung nicht gewünscht -würden also zu einem verzögerten Netzausbau führen.

 

September 2009: Ein Bündnis der Bürgerinitiativen in Deutschland unter Federführung der Bürgerinitiativen in Westfalen und Hessen wendet sich mit einem erneuten Appell an den Bundestag und den Bundesrat. Ziel: den Bedarf neuer Trassen zu prüfen und die Erdverkabelung neuer Höchstspannungsleitungen zu ermöglichen.

 

November 2009: Trotz heftiger Widerstände der Bürgerinitiativen, einiger Länder und vor allem aus den Reihen der Opposition wird das EnLAG im Bundesrat beschlossen und tritt im Nov. 2009 in Kraft. s.a.Die Handschrift der Energiekonzerne – zur Verabschiedung des EnLaG (7_ Mai 2009) – Von Hartmut Lindner.mht“

 

Bis Februar 2010: Ein Jahr verzögert sich die Antragstellung des Netzbetreibers. Die ursprünglich unter dem Namen e.on-Netz-GmbH fungierende Firma wurde mittlerweile zwei Mal verkauft. Sie trägt nun den Namen transpower – behält ihren Sitz und das ursprüngliche Personal - und arbeitet unter der Leitung des niedersächsischen Unternehmens „Tennet“.

 

Februar 2010: Die SPD Baddeckenstedt veranstaltet mit dem ehemaligen Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, Vertretern von transpower und Vertretern der BI Erdkabel7Innerstetal eine Podiumsdiskussion in Westerlinde. Gabriel wirft der Transpower vor, die Antragstellung zu verzögern, um den Anschluss von Wind- und Kohlekraftwerken an der Küste zu verhindern und damit eine Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken zu begünstigen.

 

Mai 2010: Die e.on-Netz-Nachfolgerin gibt die Antragsunterlagen ab – und legt die Karten auf den Tisch.

Die Planung der ursprünglichen Vorzugstrasse bleibt weitgehend erhalten. Unsere Region wird von der Megamastentrasse bedroht.

Eine Erdverkabelung der Leitung ist an keiner Stelle vorgesehen.

Mit z.T. fadenscheinigen Begründungen (Die Vermeidung einer Erdverkabelung in siedlungsnahen Bereichen und Entscheidung für eine andere Trassenvariante wird als „Umweltaspekt“ verkauft), wird diese vermieden.

 

Juni 2010: Massiver Widerstand erhebt sich. Landwirte, Bevölkerung und Bürgerinitiative planen vor allem im Raum Luttrum und Hohenassel Aktionen.

 

Juli 2010: Die Aktion „1000“ Stellungnahmen gegen die Megamasten läuft an. Die BI findet einen Sponsor mit Christian Piskulla, der Flyer und Großplakate drucken lässt.

Bis eine Woche vor Ende der Abgabefrist in Holle sind im Gesamtgebiet der BI bereits über

2000 Stellungnahmen eingegangen.

 

21.08.2010: Über 600 Menschen auf 67 Trecker-Gespannen, 150 Fahrrädern, in Autos und zu Fuß nehmen am der Großdemonstration gegen die Trasse teil. Der Weg geht von Luttrum, nach Hohenassel über Westerlinde und Luttrum.

Alle sind sich einig: wenn hier eine Trasse durchkommt, dann nur unter der Erde!

 

 

 

 

 

5. Vorschlag für Ihre individuelle Stellungnahme_______________________________________________


 

Wir veröffentlichen hier einen Textvorschlag für ihre individuelle Stellungnahme.

Sie können den Text kopieren, Argumente einfügen oder löschen. Sie erhalten sie auch als download: http://www.gegen-hochspannung-bei-uns.de/download/Stellungnahme.pdf


Denn:

Musterstellungnahmen können einfach bearbeitet werden.
Sie werden auf einem Stapel gesammelt und in eins abgearbeitet.


Dieses einfache Verfahren ist mit individuellen Stellungnahmen schwer möglich.

Im Übrigen kann jede und jeder, auch wenn sie oder er nicht direkt von der Trasse betroffen ist,

eine Einwendung verfassen.

Also bitte: Stellungnahme weitergeben bei Freunden und Bekannten.

Viel Elan beim Anfertigen Ihrer Stellungnahme wünscht Ihnen

Ihre BI Erdkabel/Innerstetal und Umgebung –

i.A. Petra Bothmann-Wilke, Heike Krause, Hans-Günther Ullrich, Reinhard Schaare

-----   Ab hier kopieren oder downloaden und los geht’s!------------------------------------------

Name ______________________________ Datum:

Anschrift

PLZ/Ort

An die

(bitte auswählen)

Samtgemeinde Baddeckenstedt, Samtgemeindebürgermeister Jens Range, Heerer Straße 28, 38271 Baddeckenstedt


Gemeinde Holle, Bürgermeister Klaus Huchthausen,Am Thie 1, 31188 Holle

Stadt Salzgitter, Oberbürgermeister Frank Klingebiel, Joachim-Campe-Str. 6-8, 38226 Salzgitter

 

Neubau einer 380kV-Freileitung zwischen Wahle und Mecklar

Einwendung zum Raumordnungsverfahren


Sehr geehrte Damen und Herren,

als von der Freileitungstrasse – hier: Varianten 1 und 2 bzw. 5 – betroffene/r Bürger/in erhebe ich Einwand gegen dieses Planungsverfahren und begründe diesen wie folgt:

Die gesetzlichen Möglichkeiten zum Bau der Trasse als Erdkabel wurden von der Fa. Transpower (e.on –Netz-Nachfolgerin) nicht genug ausgeschöpft.

Die negativen Auswirkungen durch den Bau der Stromtrasse als Freileitung sind damit unverhältnismäßig. Denn es gibt umweltverträgliche, wirtschaftlich vertretbare und gesetzlich mögliche Alternativen (Vollverkabelung mit Hochspannungsgleichstromübertragung, zumindest aber Erdverkabelung in siedlungsnahen Bereichen), mit denen das öffentliche Interesse umgesetzt werden kann.

Die Zerschneidung der Landschaft, nicht nur im Landschaftsschutzgebiet Hainberg, bedeutet eine erhebliche Verschlechterung der Ausgleichs- und Erholungsfunktion der Natur und damit eine Beeinträchtigung der seelischen und körperlichen Gesundheit der in dieser Landschaft lebenden und Erholung suchenden Menschen.

Gesundheitliche Beeinträchtigungen durch andauernde, elektromagnetische Strahlung sind zu befürchten. So wurde in Studien ein erhöhtes Leukämierisiko bei Kindern durch ionisierte Staubpartikel in bis 20km Entfernung von Höchstspannungsleitungen angenommen.

Der Bau der Trassen 2 und 3 als Freileitung bedeutet erhebliche Störungen für die heimische Vogelwelt (LSG Hainberg, europäisches Vogelschutzgebiet Innerstetal).


Der Bau der Stromtrasse als Freileitung bedeutet erhebliche, negative, wirtschaftliche Folgen durch Wertverlust von Immobilien und Grundstücken sowie Einbußen für den Tourismus. So verläuft die Variante 2 z.B. unmittelbar in der Nähe des Campingplatzes Bergmühle.

Die Beeinträchtigungen und die gesundheitlichen Folgen für die Benutzer, die z.T. ganzjährig dort wohnen, wären erheblich.

Für die Landwirtschaft bedeutet der Bau der Stromtrasse als Freileitung einen erheblichen Flächenverlust (pro Mast 20 x 20m).

Die Überspannung von Weideflächen, auf denen eingetragene Zuchtbetriebe angesiedelt sind, zieht durch die hohe elektromagnetische Strahlung unter den Leitungen eine gesundheitliche Schädigung der Fohlen und Kälber nach sich. Für die Landwirte und auch die Verpächter der landwirtschaftlichen Nutzflächen entstehen erhebliche Einnahmeneinbußen.

Freileitungen haben u.a. nach Aussagen des Bundesumweltministeriums und des Landes Niedersachsen deutlich höhere Stromverluste beim Transport und sind auch dadurch umweltschädlicher als Erdkabel. Dies widerspricht den Aussagen des Antragsstellers.

Freileitungen sind äußeren Einwirkungen erheblich mehr ausgesetzt als Erdkabel. So haben in der Vergangenheit Stürme und Blitzeis (vgl. „Kyrill“)  zu Mastbrüchen geführt. Daraus folgt die Gefahr großflächiger Ausfälle im Höchstspannungsnetz und erheblicher Reparaturkosten, die alle Verbraucher betreffen. Erdkabel sind deshalb auch aus wirtschaftlichen und technischen Erwägungen Freileitungen vorzuziehen.

Sonstige Begründungen/befürchtete Nachteile:



Ich fordere deshalb eine Erdverkabelung der Höchstspannungsleitung auf der gesamten Strecke, vorzugsweise in Hochspannungsgleichstromübertragungs- Technik im Vorgriff auf das für die Einspeisung und Pufferung der erneuerbaren Energien zukünftig notwendige europäische Höchstspannungs-Verbundnetz.

Das geplante Vorhaben ist für ein Pilotprojekt zur Erprobung dieser zukunftsweisenden Technologie sehr geeignet.

Mit freundlichen Grüßen


(rechtsverbindliche Unterschrift)

 

 

 

6. Direktvergleich von Übertragungstechniken

 

 

 

Die Bürgerinitiativen haben sich – für den Fall, dass die Notwendigkeit der Trasse nachgewiesen würde -

früh schon für den Einsatz innovativer Übertragungstechniken eingesetzt.

 

Dabei haben wir errechnet, dass langfristig die Erdverkabelung mit sog. „HGÜ“, das heißt Hochspannungsgleichstromübertragung, wirtschaftlicher ist, als die Übertragung mit einer Wechselstromleitung.

Dieses Argument wird vom Antragsteller bestritten.

 

Wir fordern deshalb eine Studie, in der diese strittige Frage geklärt wird.

Der Gesetzgeber hat im Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) vorgesehen, dass die Erdverlegung in den vier für Deutschland genannten Pilotprojekten – auch auf unserer Trasse - geprüft wird.

 

Dieser Gesetzesvorgabe versucht der Antragsteller auszuweichen, indem eine Trassenführung gewählt komplett ohne Erdverlegung auskommt.

 

Eine Übersicht über verschiedene mögliche Übertragungstechniken erhalten sie hier:

http://www.vorsicht-hochspannung.com/erdleitung/080915_technikvergleich.pdf

 

 

 

 

 

 

7. Sind neue Leitungen überhaupt notwendig?

 

 

Die Notwendigkeit neuer Leitungen wird nicht nur von den Gemeinden in Frage gestellt. Auch der BUND (Bund für Naturschutz Deutschland e.V.), Greenpeace Deutschland und andere Naturschutzorganisationen stellen fest:

Für die Anbindung von Windkraftanlagen ist der Ausbau des Höchstspannungsnetzes in der geplanten Form nicht notwendig. Notwendig wird er erst durch den – umstrittenen – Bau von neuen Kohlekraftwerken im Norden, deren Strom in den Süden transportiert werden soll.

Für Niedersachsen sind die Kohlekraftwerke ein enormer Wirtschaftsfaktor. Deshalb finden wir in der Landespolitik für die Frage der Notwendigkeit neuer Leitungen wenig Resonanz.

Wieder einmal wird das Arbeitsplatzargument gegen sinnvollen Umweltschutz eingesetzt.

 

Dabei:

Ja, eine sinnvolle, zukunftsweisende Erdverkabelung mit Hochspannungsgleichstromübertragung wäre in der Investition teurer.

Hieße das aber nicht auch mehr Bruttosozialprodukt und mehr Arbeitsplätze?

Es wird einmal so, einmal so argumentiert, je nachdem, wessen Interessen man gerade vertritt.

 

Damit solche Diskussionen gar nicht mehr aufkommen und den geplanten Netzausbau behindern können, wurde im Energieleitungsausbaugesetz des Bundes die Notwendigkeit der Leitung auf einer Planungsgrundlage von 2001 gesetzlich festgeschrieben.

 

Ob dies rechtlich so möglich ist, wird sich im Raumordnungsverfahren zeigen.

Wir stellen dies in Frage und fordern mit den Gemeinden eine gründlichere Prüfung, als dies in den Unterlagen bisher geschehen ist.

 

Zu diesem Thema siehe auch http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,kgqfg0gbxeefu351~cm.asp.